
Leben
Sigmund Strecker wurde am 6. August 1914 in Bodenfelde an der Weser geboren. Nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums begann er 1934 ein Studium an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin und setzte seine Ausbildung später an der Kunstakademie Düsseldorf fort.
Der Zweite Weltkrieg unterbrach seine künstlerische Entwicklung. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft ließ er sich zunächst in Neuenkirchen bei Melle nieder, wo zahlreiche Landschaften, Porträts und Stillleben entstanden. In dieser Zeit entwickelte er jene eigenständige Bildsprache, die sein späteres Werk prägen sollte.
Ab Mitte der 1950er-Jahre lebte und arbeitete Strecker in Halle (Westfalen). Hier schuf er den größten Teil seines heute bekannten Œuvres. Seine Malerei ist dem poetischen Realismus zuzuordnen und zeichnet sich durch eine intensive Farbigkeit, eine lebendige Spachteltechnik sowie eine sensible Beobachtung der Natur aus. Zu seinen bevorzugten Motiven gehörten westfälische Landschaften, Blumenstillleben und alltägliche Gegenstände, die er zu eigenständigen Bildkompositionen verdichtete.
1967 wurden seine Arbeiten im Städtischen Kunsthaus Bielefeld präsentiert. Auch über seinen Tod hinaus blieb sein Werk in der Region Ostwestfalen präsent und wurde in verschiedenen Ausstellungen gewürdigt.
Sigmund Strecker starb 1969 in Halle (Westfalen). Sein ehemaliges Wohn- und Atelierhaus beherbergt heute das Sigmund Strecker Museum, das einen bedeutenden Teil seines künstlerischen Nachlasses bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich macht.